Interview mit der arw

Anbei der Interview-Verlauf von Bgm. Christoph Wolf mit der Geschäftsführerin Maga Drin Angelika Schätz von der arw (Agentur für Rechnungswesen):

Warum haben Sie für das Rechnungswesen Ihrer Gemeinde auf externe Experten zurückgegriffen?

Aufgrund einer Kündigung und der dadurch entstandenen fehlenden Expertise im Zuge der Umstellung auf die neue Verwaltungssoftware musste auf Experten zurückgegriffen werden. Mit Hilfe der „arw“ konnte diese Herkulesaufgabe gemeistert werden.


Ist die Buchführung einer Gemeinde eine Aufgabe, die man aus der Hand geben darf?

Aus meiner Sicht war es gerade in und nach der Umstellungsphase eine dringende Notwendigkeit. Die „arw“ war so zu sagen unsere „Finanz-Feuerwehr und unterstützt uns, bis wir neue Mitarbeiter gefunden haben.


Gab es Hürden bei der Übernahme der Tätigkeiten? War es schwierig den Gemeinderat zu überzeugen?

Es brauchte ein menschliches Antasten, aber in kürzester Zeit spielte sich der Ablauf ein. Die Kollegen des Gemeinderates erkannten den Ernst der Lage und die Notwendigkeit die arw zu konsultieren. Es brauchte aber ein wenig Überzeugungskraft, denn nur wenige kennen den Tagesablauf der Verwaltung.


Welche Leistungen haben Sie im Detail von der arw in Anspruch genommen?

Die arw hat die Buchhaltung auf Vordermann gebracht und die Umstellung vom IKS auf GEORG vollzogen. Es wurden Altlasten bereinigt und die Finanzbuchhaltung auf neue Beine gestellt.


Können Sie sich vorstellen, die Buchhaltung oder Lohnverrechnung dauerhaft auszulagern?

Derzeit kann ich das nicht. Aber mit der Umstellung auf die DOPPIK erscheint diese Thematik als Möglichkeit, Engpässe in der Verwaltung zu überbrücken.


War es für Sie wichtig, dass die arw zu 100% im öffentlichen Eigentum ist?

Nein, war nicht wichtig. Aber es ist schon ein großer Vorteil, denn die Kollegen der arw kennen die Kameralistik und das SAP-System.


Würden Sie im Bedarfsfall wieder auf die arw zurückgreifen?

Ja, natürlich.


Die Urbanisierung erschwert es vielen Gemeinden, qualifiziertes Personal zu finden. Wie denken Sie werden die Gemeinden damit umgehen?

Ich finde die derzeitige Situation sehr bedenklich. Die Gemeinde ist ein attraktiver Arbeitgeber und doch finden wir seit Monaten keine passenden Interessenten.


Buchhaltung und Lohnverrechnung können aufgrund der Digitalisierung immer standortunabhängiger durchgeführt werden – die Lösung für Personalengpässe?

Durch die Digitalisierung entstehen viele technische Möglichkeiten. Um alle Potentiale der Digitalisierung nutzen zu können ist es wichtig, den Mitarbeitern die Vorteile aufzuzeigen.


Abschließend eine Frage zur Gemeinde: Warum ist Hornstein besonders lebenswert?

Hornstein bietet für jede Generation passende Angebote. Viele genießen die abwechslungsreichen Möglichkeiten zur Naherholung. Unsere kulturelle Vielfalt, geprägt von Menschen aus 32 Nationen, spiegelt sich in einem offenen Zusammenleben wider. Damit einher geht die Verpflichtung, ein gesundes Wachstum in Hornstein zu garantieren.

 

Zurück