Revitalisierung "Alte Schule" & Ortsmitte

Revitalisierung der Alten Schule und der Ortsmitte

Wir haben nun endlich eine Lösung für die "Alte Schule" gefunden, die alle aktuellen Umstände berücksichtigt. Diese Entscheidung hatte eine lange Vorlaufzeit, führte zu vielen Gesprächen und Überlegungen.

Die Vorgeschichte und die Voraussetzungen:
• Die Alte Schule steht unter Denkmalschutz, eine Sanierung kann nur unter bestimmten Vorgaben erfolgen.
• Das Dach ist desolat, Dachziegel fallen bereits herunter. Die Grundmauern sind durchwegs feucht.
• Die Alte Schule hätte bereits vor einigen Jahren saniert werden müssen, bislang fehlt jedoch das Geld dafür. Eine Gesamtsanierung wurde auf über 1 Mio. Euro geschätzt.
• Wir wollen nicht, dass die "Alte Schule" ein weiteres Finanzdebakel wird und nach wenigen Jahren wieder sanierungsbedürftig wird.
• Die Alte Schule stand bislang zum Großteil leer. An wenigen Tagen in der Woche waren die Blasmusik und andere Veranstalter in den Räumen. Die Bibliothek ist bereits in die Jahre gekommen.

Unsere Entscheidung:
Die Gemeinde kauft das alte Kaufhaus „Forster“ um 150.000 Euro. Dieses Gebäude und die Alte Schule werden von der Siedlungsgenossenschaft Neue Eisenstädter über ein Baurecht übernommen. Aus diesem Vertrag kann man jederzeit – durch Übernahme der offenen Verbindlichkeiten - aussteigen. Die Neue Eisenstädter saniert die Alte Schule zur Gänze und es entstehen 5 Wohnungen darin. Die Neue Eisenstädter reißt das Kaufhaus ab und errichtet darauf die notwendigen Parkplätze für die 5 Wohneinheiten. Gleichzeitig wird der Park der Alten Schule zur Gänze neu und attraktiv gestaltet.

Die Gemeinde erhält einen Baurechtszins pro Jahr von ca. 3.500 Euro und spart gleichzeitig Betriebskosten für die Alte Schule von ca. 8.000 Euro pro Jahr. Die Alte Schule bleibt sehr wohl im Eigentum der Gemeinde Hornstein.

Die Gemeinde muss kein Geld für diese umfassende Maßnahme in die Hand nehmen. Der Kaufpreis für das alte Kaufhaus wird durch eine Baurechtszins-Vorauszahlung in selber Höhe finanziert. Damit entsteht kein Liquiditätsengpass und auch keine Kosten für die Gemeinde.

Die Vorteile dieser Vorgehensweise:
• Alle Vereine, Veranstalter, die Blasmusik und die Bibliothek erhalten eine neue Heimat:
- Die Blasmusik siedelt ins leere Erdgeschoss des Forsthauses und teiltsich dankenswerterweise mit der Tamburizza den Proberaum.
- Die Künstlergruppe, die Kindermalkurse und die Briefmarkensammler nutzen zukünftig das Haus der Generationen und den Mehrzweckraum im Forsthaus. Diese beiden Räume bieten genügend Platz und Zeit für diese Veranstaltungen.
- Für die Bibliothek gibt es derzeit mehrere Varianten, die geprüft werden. Eine Möglichkeit ist das Dachgeschoss des Forsthauses, das man zu einem „Lese-Cafe“ für alle Generationen umgestalten kann.

• Die Alte Schule wird aktuell nicht vollwertig genutzt, so wie das Forsthaus. Zukünftig wird das Forsthaus besser belebt und genutzt und das führt zu einer besseren Kosteneffizienz.

• Wir öffnen den historischen Breitanger unserer Ortsmitte und erlauben wieder eine Sicht zwischen den Hauptzeilen.

• Die Alte Schule ist in einem sehr schlechten Bauzustand und es herrscht teilweise dringender Handlungsbedarf. Mit dieser Maßnahme erhalten wir ein altes und historisches Gebäude.

• Eine Sanierung aus eigener Kraft der Gemeinde sprengt die finanziellen Mittel, da auch weitere wichtige andere Projekte dringend umzusetzen sind: Volksschule, Feuerwehr, Straßensanierungen und Kanalsanierungen.

• Für uns sollen nunmehr Profis das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und betreiben. Nicht überall ist das in der Vergangenheit gelungen!

• Es entstehen 5 Wohnungen im Zentrum und dienen der Ortskern-Belebung. Es wird damit ein Leerstand reduziert.

• Der nicht sehr ansehnliche Park wird zum offenen Herzstück der Gemeinde und lädt ein, dort zu verweilen und sich aufzuhalten.

• Die Alte Schule ist für die Gemeinde nicht als Platzreserve notwendig und aktuell nur eine Belastung – organisatorisch und finanziell.

Die Alternative, die Alte Schule" selbst als Gemeinde zu sanieren, ist für uns derzeit nicht möglich. Die finanziellen Mittel sprechen einfach dagegen. Außerdem ist die Nutzung offen, denn es gibt genügend Leerflächen in anderen Gemeindegebäuden.
Nur für ein Museum so hohe Kosten in Kauf zu nehmen, erachten wir derzeit als nicht wirtschaftlich und notwendig.

Zusammenfassung:
• Es entsteht für niemanden ein Nachteil – alle finden einen neuen Platz.
• Alle Beteiligten profitieren von dieser Lösung.
• Es entsteht ein finanzieller Vorteil für die Gemeinde. Da die Gemeinde einen Baurechtszins pro Jahr von ca. 3.500 Euro erhält.
• Der Ortskern wird verschönert und belebt.
• Die Alte Schule und die gesamte Grundfläche bleibt im Eigentum der Gemeinde.
• Eine spätere andere Nutzung der Alten Schule ist vertraglich möglich.


 

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